Führerschein-Kostencheck
Führerschein-Umtausch: Ablauf bei der Behörde Schritt für Schritt
So läuft der Pflicht-Umtausch ab: Frist prüfen, Termin bei der Fahrerlaubnisbehörde, Unterlagen abgeben, mehrere Wochen warten. Alle Schritte im Überblick.
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Hinweis: Dieser Artikel ist ein redaktionelles Angebot und ersetzt keine Rechtsauskunft. Maßgeblich ist die Auskunft deiner Fahrerlaubnisbehörde. Stand: 2026.
Die nächste große Umtausch-Frist läuft am 19. Januar 2027 ab und betrifft alle Kartenführerscheine mit Ausstellungsjahr 2002 bis 2004. Wenn du zu dieser Gruppe gehörst oder deine Frist schon näher rückt, fragst du dich vermutlich, was bei der Behörde konkret passiert. Der gute Teil vorweg: Der Umtausch ist ein reiner Verwaltungsvorgang. Getauscht wird nur das Dokument, deine Fahrerlaubnis bleibt unverändert bestehen.
Das heißt: keine neue Prüfung, kein Sehtest, keine ärztliche Untersuchung. Du gibst deinen alten Schein ab und bekommst nach einigen Wochen einen neuen im einheitlichen EU-Kartenformat. Hintergrund ist die EU-weite Vorgabe, dass bis 2033 alle Führerscheine fälschungssicher und einheitlich sein sollen. Dieser Ratgeber führt dich durch jeden einzelnen Schritt, damit am Behördentermin nichts fehlt.
Schritt 1: Zuerst die eigene Frist prüfen
Bevor du irgendetwas beantragst, solltest du wissen, ob und bis wann du überhaupt tauschen musst. Alle vor dem 19. Januar 2013 ausgestellten Führerscheine müssen gestaffelt ins EU-Kartenformat umgetauscht werden, spätestens bis zum 19. Januar 2033. Welches Datum für dich gilt, hängt entweder von deinem Geburtsjahr (bei alten Papierführerscheinen) oder vom Ausstellungsjahr im Feld 4a (bei Kartenführerscheinen) ab.
Du musst dir das nicht selbst zusammensuchen. Gib deine Daten in den Fristen-Checker ein, dann bekommst du dein persönliches Stichdatum. Einen Überblick über alle Fristen und Sonderfälle findest du außerdem im Führerschein-Umtausch-Hub. Notiere dir das Datum am besten direkt im Kalender mit einigen Wochen Vorlauf, denn genau dieser Vorlauf ist später entscheidend.
Schritt 2: Termin bei der Fahrerlaubnisbehörde buchen
Zuständig ist die Fahrerlaubnisbehörde beziehungsweise Führerscheinstelle deines Wohnorts, meist beim Landratsamt, Kreis oder Bürgeramt angesiedelt. Viele Behörden bieten die Terminvergabe inzwischen online über ihr Portal an, andere nur telefonisch oder per Mail. Plane hier Puffer ein: In beliebten Zeiträumen kurz vor einer Frist sind Termine oft mehrere Wochen im Voraus ausgebucht.
Prüfe bei der Terminbuchung, ob deine Behörde den Vorgang komplett vor Ort abwickelt oder ob auch ein schriftlicher Antrag per Post möglich ist. Das unterscheidet sich von Ort zu Ort deutlich. Manche Kommunen erledigen den Umtausch sogar rein schriftlich, sodass du gar nicht persönlich erscheinen musst. Die Auskunft deiner zuständigen Stelle ist hier immer maßgeblich.
Schritt 3: Unterlagen zusammenstellen
Für den reinen Umtausch brauchst du überschaubar wenige Dokumente. Halte diese drei Dinge bereit, dann läuft der Termin ohne Nachfragen ab:
- Personalausweis oder Reisepass zur Identitätsprüfung.
- Ein aktuelles biometrisches Passfoto für die neue Karte.
- Deinen alten Führerschein im Original.
Das biometrische Foto sollte den üblichen Anforderungen für Ausweisdokumente entsprechen. Viele Fotostudios und moderne Fotoautomaten kennen die Vorgaben und liefern passende Bilder. Ein normales Urlaubs- oder Handyfoto reicht in der Regel nicht. Wenn dein Führerschein zwischenzeitlich verloren ging oder du umgezogen bist, kann die Behörde zusätzlich einen Nachweis verlangen, etwa eine Meldebescheinigung. Frag das im Zweifel bei der Terminbuchung ab.
Schritt 4: Antrag stellen und alten Schein abgeben
Beim Termin füllst du den Umtausch-Antrag aus, legst deine Unterlagen vor und gibst deinen alten Führerschein ab. In den meisten Fällen behält die Behörde den alten Schein direkt ein, weil er durch das neue Dokument ersetzt wird. Frag nach, wenn du ihn als Andenken behalten möchtest, denn das ist nicht überall möglich und wird oft nur mit Entwertung erlaubt.
An dieser Stelle wird auch die Gebühr fällig. Der Umtausch kostet in der Regel eine Verwaltungsgebühr von rund 25 Euro. Rechnest du Passfoto und den Versand des neuen Dokuments dazu, liegst du insgesamt bei etwa 25 bis 35 Euro. Die Zahlungsmittel unterscheiden sich je nach Behörde: Oft geht Karte, manchmal nur Bargeld. Nimm sicherheitshalber passendes Bargeld mit, dann gibt es keine Überraschung am Schalter.
Schritt 5: Auf das neue Dokument warten
Der neue Führerschein wird zentral bei der Bundesdruckerei produziert und ist daher nicht sofort verfügbar. Bis das fertige Dokument bei dir ankommt, vergehen oft mehrere Wochen, im ungünstigsten Fall bis zu sechs. Manche Behörden schicken die Karte per Post, bei anderen holst du sie persönlich ab und musst dafür erneut vorbeikommen.
Genau deshalb solltest du früh handeln und nicht erst kurz vor deinem Stichtag. Wer die Bearbeitungszeit unterschätzt, steht am Fristende ohne gültiges Kartendokument da, obwohl der Antrag längst gestellt ist. In der Wartezeit darfst du in der Regel mit deinem alten Schein weiterfahren, solange dessen Frist noch nicht abgelaufen ist.
| Schritt | Was passiert | Zeitaufwand |
|---|---|---|
| 1. Frist prüfen | Stichdatum über Checker ermitteln | wenige Minuten |
| 2. Termin buchen | online oder telefonisch | Tage bis Wochen Vorlauf |
| 3. Unterlagen | Ausweis, Passfoto, alter Schein | 1 Fototermin |
| 4. Antrag vor Ort | abgeben, Gebühr zahlen | ca. 15–30 Min. |
| 5. Warten | neues Dokument wird produziert | mehrere Wochen |
Was passiert, wenn du die Frist verpasst?
Ein verpasster Umtausch ist ärgerlich, aber kein Drama. Nach Fristablauf gilt der alte Schein nicht mehr als gültiger Nachweis. Wirst du kontrolliert, handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit, für die in der Regel ein Verwarnungsgeld von rund 10 Euro anfällt. Deine Fahrerlaubnis bleibt trotzdem gültig, du darfst also weiter fahren und solltest den Umtausch nur zeitnah nachholen.
Weil die Fahrberechtigung selbst nicht erlischt, gibt es hier keinen Grund zur Panik. Trotzdem ist es schlicht bequemer, den Termin rechtzeitig zu erledigen, statt bei jeder Kontrolle ein Verwarnungsgeld zu riskieren. Im Ausland kann ein abgelaufenes Dokument zudem für Diskussionen sorgen, weil dortige Behörden die deutsche Staffel-Regel nicht immer kennen.
Der Ablauf in der Praxis
Zusammengefasst brauchst du für den Umtausch nur wenig: dein persönliches Stichdatum kennen, rechtzeitig einen Termin buchen, drei Dokumente mitbringen und danach etwas Geduld für die Bearbeitung mitbringen. Der ganze Vorgang ist bewusst schlank gehalten, weil deine Fahrerlaubnis ja bereits feststeht und nur das Dokument modernisiert wird. Wenn du unsicher bist, welches Datum für dich gilt, starte am besten mit dem Fristen-Checker und wirf danach einen Blick in den Führerschein-Umtausch-Hub.
Quelle: EU-Führerscheinrichtlinie 2006/126/EG; Fristen laut Bundesregierung/BMDV/ADAC. Stand: 2026, ohne Gewähr.
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Veröffentlicht durch die Führerschein-Planer-Redaktion. Veröffentlicht am 10. August 2026.
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