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Automatik-Fahrschulen finden: Wer bildet auf Automatik aus?

Nicht jede Fahrschule bietet Automatik-Ausbildung an. So findest du die richtige und verstehst den Unterschied zwischen B197 und B78.

Führerschein-Planer27. August 20260 Aufrufe

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Hinweis: Preise, Prüfungsgebühren und Regelungen unterscheiden sich je Fahrschule, Bundesland und Prüforganisation und ändern sich. Die genannten Werte sind Orientierungs-Spannen (Stand 2026), hol dir vor der Anmeldung ein konkretes Angebot deiner Fahrschule. Keine Rechtsberatung.

Wer sich für Automatik entscheidet, merkt schnell: Nicht jede Fahrschule hat einen Automatikwagen im Fuhrpark. Viele Fahrschulen fahren aus Kostengründen ausschließlich mit Schaltwagen, weil ein zusätzliches Automatikfahrzeug eine Investition bedeutet. Bevor du dich also anmeldest, solltest du gezielt klären, ob und wie eine Automatik-Ausbildung überhaupt möglich ist, und welche Variante für dich die richtige ist: B197 oder B78.

Warum nicht jede Fahrschule Automatik anbietet

Ein Automatikfahrzeug in der Fahrschulflotte lohnt sich wirtschaftlich nur, wenn genug Nachfrage da ist. Kleinere Fahrschulen auf dem Land konzentrieren sich deshalb oft ausschließlich auf Schaltwagen, während größere Fahrschulen in Städten häufiger mindestens ein Automatikfahrzeug bereithalten. Ruf am besten direkt an oder schau auf der Website, ob explizit von "Automatik-Ausbildung" oder "B197" die Rede ist.

💡 Gut zu wissen: Frag am Telefon konkret nach, ob die Fahrschule sowohl B197 als auch reine Automatik-Ausbildung (B78) anbietet, manche Fahrschulen haben zwar ein Automatikfahrzeug, bilden aber nicht für beide Varianten aus.

B197 oder B78: Der entscheidende Unterschied

Beide Varianten führen zum Führerschein der Klasse B, aber mit einem großen Unterschied bei der Nutzung danach. Bei B78 trägst du die Schlüsselzahl 78 in deinem Führerschein, das bedeutet, du darfst ausschließlich Fahrzeuge mit Automatikgetriebe fahren. Ein Schaltwagen bleibt dir damit dauerhaft verwehrt, es sei denn, du holst die Einschränkung später gegen zusätzliche Ausbildung nach.

Bei B197 dagegen bekommst du den uneingeschränkten Führerschein der Klasse B, du darfst sowohl Automatik- als auch Schaltfahrzeuge fahren. Die Bedingung dafür: mindestens 10 Schaltstunden (à 45 Minuten) plus eine bestandene Testfahrt im Schaltwagen. Das bedeutet etwas mehr Aufwand während der Ausbildung, dafür bist du danach flexibel.

MerkmalB78B197
Fahren nach PrüfungNur AutomatikAutomatik + Schaltwagen
ZusatzaufwandKeinerMind. 10 Schaltstunden + Testfahrt
Schlüsselzahl im Führerschein78Keine Einschränkung

Worauf du bei der Fahrschulwahl achten solltest

  1. Automatikfahrzeug fest im Fuhrpark, nicht nur "auf Anfrage". Manche Fahrschulen leihen sich ein Automatikfahrzeug nur bei Bedarf, das kann zu Wartezeiten bei der Terminvergabe führen.
  2. Erfahrung mit B197 explizit erfragen. Nicht jede Fahrschule, die ein Automatikfahrzeug hat, bildet routiniert für B197 aus. Frag nach, wie viele Schüler:innen diese Variante bereits gemacht haben.
  3. Verfügbarkeit von Schaltstunden klären. Wenn du B197 willst, muss die Fahrschule auch genug Schaltwagen-Termine anbieten können, sonst verzögert sich deine Ausbildung.
  4. Kosten vergleichen. Der Stundenpreis für die reguläre Übungsstunde liegt bei rund 50–80 €, das gilt unabhängig vom Getriebe, aber frag nach, ob für Automatikfahrzeuge ein Aufschlag berechnet wird.
⚠️ Achtung: Wer sich zunächst für B78 entscheidet und später doch einen Schaltwagen fahren möchte, muss die Einschränkung nachträglich durch zusätzliche Ausbildung und eine weitere Prüfung aufheben lassen. Das ist aufwendiger, als gleich mit B197 zu starten, wenn du dir noch unsicher bist.

Wie du Automatik-Fahrschulen in deiner Nähe findest

Der einfachste Weg ist eine gezielte Online-Suche nach "Fahrschule Automatik" oder "B197" plus deinem Wohnort. Viele Fahrschul-Websites listen inzwischen explizit auf, welche Führerscheinklassen und Getriebearten sie anbieten. Ergänzend lohnt sich ein Anruf bei zwei oder drei Fahrschulen in deiner Umgebung, um Fuhrpark, Verfügbarkeit und Erfahrung direkt zu erfragen. Frag auch im Bekanntenkreis, ob jemand schon B197 gemacht hat und eine Fahrschule empfehlen kann, persönliche Erfahrungsberichte sind oft aussagekräftiger als Werbetexte auf der Website.

Wenn du in einer ländlicheren Region wohnst und keine Fahrschule mit Automatikfahrzeug findest, kann sich auch ein etwas weiterer Weg zur nächsten Stadt lohnen, gerade wenn du ohnehin planst, später hauptsächlich in der Stadt oder im Berufsverkehr zu fahren, wo Automatik oft praktischer ist.

Für wen sich Automatik überhaupt lohnt

Automatik-Ausbildung ist vor allem für Menschen interessant, die sich auf das Fahren selbst konzentrieren wollen, ohne gleichzeitig Kupplung und Schaltung zu üben. Das kann die Lernkurve am Anfang erleichtern. Wer allerdings vorhat, gelegentlich Fahrzeuge von Familie oder Freunden mit Schaltgetriebe zu fahren, sollte von Anfang an B197 statt B78 wählen, der Zusatzaufwand mit den Schaltstunden lohnt sich, um später nicht eingeschränkt zu sein.

Was die Automatik-Ausbildung im Alltag bedeutet

Die Fahrstunden selbst unterscheiden sich inhaltlich kaum von der Schaltausbildung, Verkehrsregeln, Vorfahrt, Parken und die Pflicht-Sonderfahrten (5 Überland, 4 Autobahn, 3 Nacht) sind identisch, unabhängig vom Getriebe. Der Unterschied liegt allein darin, dass du dich nicht zusätzlich auf Kupplung und Gangwechsel konzentrieren musst und dadurch von Anfang an mehr Aufmerksamkeit auf Verkehr und Umgebung richten kannst. Manche Fahrschüler:innen berichten, dass sie sich dadurch in den ersten Stunden sicherer fühlen.

Wichtig ist trotzdem: Auch bei B197 bleibt die Theorieausbildung identisch, 14 Doppelstunden Pflichtstoff, unabhängig davon, ob du später Automatik oder Schaltwagen fährst. Der einzige Mehraufwand steckt in den zusätzlichen Schaltstunden und der separaten Testfahrt vor der praktischen Prüfung.

Automatik in der Stadt und auf dem Land

In größeren Städten ist die Auswahl an Fahrschulen mit Automatikfahrzeugen meist größer, weil die Nachfrage höher ist, viele Berufspendler:innen und Menschen ohne eigenes Auto entscheiden sich hier bewusst für Automatik, weil sie im Alltag ohnehin selten selbst schalten. Auf dem Land ist das Angebot dünner, dafür sind Wartezeiten auf Termine oft kürzer, sobald du eine passende Fahrschule gefunden hast. Es kann sich lohnen, mehrere Fahrschulen im Umkreis von 20 bis 30 Kilometern zu vergleichen, wenn die nächstgelegene keine Automatik-Ausbildung anbietet.

Ein zusätzlicher Punkt, den viele erst später bedenken: Wenn Familie oder Freunde überwiegend Schaltwagen fahren, lohnt sich B197 fast immer, auch wenn du selbst zunächst nur Automatik fahren willst. Die Flexibilität, im Zweifel auch mal einen geliehenen Schaltwagen zu fahren, ist mit B197 von Anfang an gegeben, mit B78 fehlt sie komplett, bis du die Einschränkung später aufwendig nachholst.

Häufige Fragen

Ist B197 teurer als eine normale Schaltausbildung?

Nicht grundsätzlich, aber du zahlst zusätzlich für mindestens 10 Schaltstunden plus die Testfahrt im Schaltwagen, die bei reiner B78-Ausbildung entfallen. Die einzelne Übungsstunde kostet unabhängig davon rund 50–80 €.

Kann ich von B78 später auf uneingeschränkt wechseln?

Ja, das ist möglich, erfordert aber zusätzliche Ausbildung und eine weitere Prüfung, um die Schlüsselzahl 78 aus dem Führerschein zu entfernen. Wer sich schon zu Beginn nicht sicher ist, fährt meist besser gleich mit B197.

Woran erkenne ich, ob eine Fahrschule wirklich Automatik-Erfahrung hat?

Frag direkt nach der Anzahl der bisherigen B197- oder B78-Schüler:innen und ob ein Automatikfahrzeug fest im Fuhrpark steht statt nur gelegentlich geliehen zu werden. Das gibt dir ein realistisches Bild der Routine vor Ort.

Muss ich mich vorab für B197 oder B78 entscheiden?

Ja, die Entscheidung solltest du zu Beginn der Ausbildung mit deiner Fahrschule klären, damit die Schaltstunden bei B197 von Anfang an eingeplant werden können und du nicht später umplanen musst.

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Veröffentlicht durch die Führerschein-Planer-Redaktion. Veröffentlicht am 27. August 2026.

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