Führerschein-Kostencheck
Automatik-Beschränkung im Führerschein später aufheben
Wie du die Automatik-Beschränkung (Schlüsselzahl 78) im Führerschein nachträglich aufheben lässt.
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Hinweis: Preise, Prüfungsgebühren und Regelungen unterscheiden sich je Fahrschule, Bundesland und Prüforganisation und ändern sich. Die genannten Werte sind Orientierungs-Spannen (Stand 2026), hol dir vor der Anmeldung ein konkretes Angebot deiner Fahrschule. Keine Rechtsberatung.
Wer die Führerscheinprüfung nur im Automatikfahrzeug ablegt, bekommt die Schlüsselzahl 78 eingetragen, sie erlaubt ausschließlich das Fahren von Automatikfahrzeugen. Diese Beschränkung lässt sich später aufheben, ohne die komplette Fahrausbildung zu wiederholen.
Was die Schlüsselzahl 78 bedeutet
Bei der sogenannten B78-Ausbildung machst du die komplette praktische Ausbildung und Prüfung in einem Automatikfahrzeug. Das ist bei vielen Fahrschulen unkomplizierter, weil das Schalten als zusätzliche Fehlerquelle wegfällt, gerade wer sich unsicher fühlt oder schnell zur Prüfung kommen will, entscheidet sich deshalb häufig für diesen Weg. Der Haken: Im Führerschein wird die Schlüsselzahl 78 eingetragen, die dich rechtlich auf das Fahren von Fahrzeugen mit Automatikgetriebe beschränkt. Ein Schaltwagen darf mit dieser Eintragung nicht gefahren werden, auch nicht kurzzeitig oder in Ausnahmesituationen.
Diese Beschränkung betrifft ausschließlich das Getriebe, nicht die Fahrerlaubnis-Klasse als solche. Du darfst mit Schlüsselzahl 78 weiterhin alle Fahrzeuge fahren, die grundsätzlich unter Klasse B fallen, solange sie ein Automatikgetriebe haben. Für viele Alltagssituationen ist das völlig ausreichend, weil ein großer Teil der aktuell angebotenen Neuwagen mittlerweile mit Automatikgetriebe ausgestattet ist.
Der Unterschied zu B197
Wer stattdessen die B197-Variante wählt, fährt zwar ebenfalls überwiegend Automatik, absolviert aber zusätzlich eine Zusatzausbildung im Schaltwagen (mehrere Schaltstunden plus eine bestandene Testfahrt). Damit bekommst du eine uneingeschränkte Klasse B ohne Schlüsselzahl 78, du darfst von Anfang an sowohl Automatik- als auch Schaltfahrzeuge fahren. B197 ist also der Weg, die Automatik-Beschränkung von vornherein zu vermeiden, statt sie später aufzuheben.
Der Unterschied zwischen beiden Wegen liegt also nicht im Prüfungsfahrzeug selbst, in beiden Fällen findet die eigentliche Prüfungsfahrt im Automatikfahrzeug statt, sondern darin, ob zusätzlich Schaltkompetenz nachgewiesen wurde. Bei B197 passiert das während der regulären Ausbildung, bei B78 fehlt dieser Nachweis zunächst komplett und kann bei Bedarf erst später nachgeholt werden.
| Variante | Ausbildung | Ergebnis im Führerschein |
|---|---|---|
| B78 | komplett im Automatikfahrzeug | Schlüsselzahl 78, nur Automatik |
| B197 | Automatik + mind. 10 Schaltstunden + Testfahrt | uneingeschränkte Klasse B |
Wie du die Beschränkung nachträglich aufhebst
Hast du bereits die Schlüsselzahl 78 im Führerschein und willst sie später entfernen lassen, brauchst du die entsprechenden zusätzlichen Schaltstunden und eine bestandene Testfahrt im Schaltwagen, im Prinzip denselben Nachweis, den auch die B197-Variante von Anfang an verlangt. Das läuft über eine Fahrschule, die diese Schaltstunden anbietet und anschließend die Testfahrt mit dir durchführt.
Praktisch bedeutet das, dass du dich erneut bei einer Fahrschule meldest, allerdings nicht für die komplette Ausbildung, sondern gezielt für das nachträgliche Schaltprogramm. Viele Fahrschulen bieten dafür feste Pakete an, die genau auf diesen Zweck zugeschnitten sind und in der Regel deutlich kürzer sind als die ursprüngliche Fahrausbildung, weil die grundlegenden Fahrkompetenzen ja schon vorhanden sind, es geht ausschließlich um das saubere Schalten, Kuppeln und die dazugehörige Fahrzeugbeherrschung.
- Fahrschule kontaktieren und die Absicht, die Beschränkung aufzuheben, mitteilen.
- Die vorgeschriebene Zusatzausbildung im Schaltwagen absolvieren (Schaltstunden plus abschließende Testfahrt), Umfang und Ablauf legt die Fahrschule fest.
- Testfahrt im Schaltwagen bestehen.
- Bescheinigung über die bestandene Testfahrt bei der zuständigen Führerscheinstelle einreichen, damit die Schlüsselzahl 78 entfernt wird.
Was das nachträgliche Aufheben ungefähr kostet
Die Kosten setzen sich aus den zusätzlichen Schaltstunden (rund 50–80 € je 45-Minuten-Einheit) und der Testfahrt zusammen. Da mehrere Schaltstunden nötig sind, entstehen dadurch spürbare zusätzliche Kosten gegenüber einer Ausbildung, die von Anfang an als B197 angelegt war, bei B197 sind die gleichen Schaltstunden nämlich von Beginn an Teil der regulären Ausbildung und damit in den Gesamtkosten für Klasse B (rund 2.500–4.500 €) bereits mit eingerechnet.
Wer schon vor der ursprünglichen Anmeldung weiß, dass eine Automatikbeschränkung später eher störend wäre, kann sich diesen doppelten Aufwand komplett sparen, indem direkt B197 statt B78 gewählt wird. Ein nachträglicher Wechsel lohnt sich vor allem dann, wenn sich der Bedarf erst im Nachhinein zeigt und die ursprüngliche Entscheidung für B78 zum damaligen Zeitpunkt nachvollziehbar war.
Warum sich viele erst später für die Aufhebung entscheiden
Manche Fahrschüler entscheiden sich zunächst bewusst für die einfachere B78-Ausbildung, etwa weil sie sich mit dem Schalten unsicher fühlen oder schneller zur Prüfung kommen wollen, und stellen erst später fest, dass sie doch gelegentlich einen Schaltwagen fahren möchten, sei es, weil ein Firmenwagen, ein Mietwagen im Urlaub oder ein Fahrzeug im Familien- oder Freundeskreis nur mit Schaltung verfügbar ist. In solchen Fällen ist das nachträgliche Aufheben der praktische Weg, ohne die komplette Fahrausbildung noch einmal von vorn zu machen.
Ein weiterer häufiger Anlass ist der Berufseinstieg: Wer einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz antritt, bei dem ein Firmenwagen mit Schaltgetriebe zur Verfügung gestellt wird, merkt oft erst dann, wie einschränkend die Schlüsselzahl 78 im Alltag tatsächlich ist. Auch wer im Ausland Urlaub macht und dort überwiegend Schaltwagen im Mietwagenangebot vorfindet, stößt auf dieselbe Grenze. In solchen Situationen lohnt sich die nachträgliche Aufhebung besonders, weil sie unmittelbaren praktischen Nutzen bringt, statt nur eine theoretische Option zu sein.
Wer dagegen von vornherein weiß, dass Schaltfahrzeuge im Alltag eine Rolle spielen könnten, spart sich mit der direkten B197-Ausbildung den doppelten Aufwand einer nachträglichen Aufhebung, die zusätzlichen Schaltstunden sind dann von Anfang an Teil der Ausbildung, statt separat und später nachgeholt zu werden.
Häufige Fragen
Was bedeutet die Schlüsselzahl 78 im Führerschein?
Sie bedeutet, dass du ausschließlich Fahrzeuge mit Automatikgetriebe fahren darfst, Schaltwagen sind mit dieser Eintragung nicht erlaubt.
Wie viele Schaltstunden brauche ich für B197 oder zum nachträglichen Aufheben?
In der Regel dieselbe Zusatzausbildung wie bei B197 (Schaltstunden im Schaltwagen plus bestandene Testfahrt); die genaue Stundenzahl erfährst du bei deiner Fahrschule.
Muss ich die komplette Fahrausbildung wiederholen, um die Beschränkung aufzuheben?
Nein. Es reichen die zusätzlichen Schaltstunden und die bestandene Testfahrt, die restliche Fahrausbildung und die bereits bestandene Prüfung bleiben gültig.
Ist B197 von Anfang an günstiger als eine spätere Aufhebung der Schlüsselzahl 78?
In der Regel ja, weil die Schaltstunden bei B197 direkt Teil der regulären Ausbildung sind, während sie bei einer nachträglichen Aufhebung zusätzlich zur bereits abgeschlossenen B78-Ausbildung anfallen. Die Beschränkung gilt dabei unabhängig vom Land, in dem du unterwegs bist, auch im Ausland und bei Mietwagen darfst du mit Schlüsselzahl 78 grundsätzlich nur Automatikfahrzeuge fahren.
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Veröffentlicht durch die Führerschein-Planer-Redaktion. Veröffentlicht am 29. Oktober 2026.
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